Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA) gegründet 1918
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In der Hunte sind es die Karpfen und Brassen, im Mittelland- und Zweigkanal die Zander und in der Düte und der Nette die Bachforellen, die mehr gefangen wurden als in allen übrigen Gewässern der NWA zusammen. Das zeigt die Auswertung der Fangergebnisse auch für das Jahr 2025, die jetzt im internen Bereich der Internetseite veröffentlicht wurde.

So wurden in der Hunte (152) 1.061 Karpfen mit einem Gesamtgewicht von 4,33 Tonnen und Durchschnittsgewicht von über vier Kilogramm gefangen; in allen übrigen Gewässern der NWA hingegen nur 803 Karpfen. Das beweist wieder einmal, wie wichtig es ist, dass die NWA mit einem wachen Auge auf die Bestrebungen des Landes Niedersachsen schaut, die Hunte mit einem Schilfpolder zu versehen. Dieser darf auf keinen Fall die Durchgängigkeit der Hunte gefährden, wird jedes Mal auf den entsprechenden Beteiligungsversammlungen wie dem Dümmerforum von den NWA-Vertretern vorgebracht.

Nur 17 der insgesamt 691 gelandeten Zander wurden nicht aus dem Mittelland- und Zweigkanal entnommen. Das zeigt, dass es sicherlich eine gute Entscheidung des Vorstandes war, die Kanäle nach der verlorenen Pacht den Mitgliedern auch weiterhin leicht zugänglich zu machen. Allerdings wird abzuwarten sein, ob sich die Fangquoten bei der geänderten Besatzpolitik des Anglerverbandes Niedersachen (AVN) auch in den nächsten Jahren fortsetzen werden.

787 von 952 Bachforellen wurden in der Düte und Nette gefangen. Dabei fällt auf, dass die Fangzeiten sich nur auf wenige Wochen des Jahres begrenzen und eng an die Besatzzeiten anlehnen. Deswegen wird die Besatzkommission die Besatz- und Schonzeiten der Bachforelle noch einmal kritisch diskutieren und evtl. überdenken. Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass sich immer mehr Anlieger über das Verhalten einiger weniger Angler beschweren. Diese laufen durch fremde Gärten und werden manchmal sogar aggressiv, wenn sie auf ihr Verhalten angesprochen werden.

Insgesamt gehen die Fänge wieder etwas zurück. Nach einem Rekordjahr in 2023 mit Fangzahlen von 30.158 Fischen (einschließlich Krebse und invasive Arten) und einem Gesamtgewicht von über 26,2 t wurden 2025 lediglich 25.030 Fische mit einem Gesamtgewicht von 14,6 t gefangen. Damit bewegen sich die Zahlen wieder auf dem Niveau von 2021 mit 25.419 gefangenen Fischen.

Auffällig ist, dass von den über 11.000 Mitgliedern nur 2.067 Mitglieder eine Fangeintragung getätigt haben. Der Graubereich derjenigen Mitglieder, die ihre Fänge nicht eintragen, scheint hoch zu sein. Dabei schaden sich die Mitglieder nur selbst. Denn in Zukunft sollen sich die Besatzzahlen noch stärker an den Entnahmezahlen orientieren. Das heißt, je weniger Fänge gemeldet werden, um so weniger wird eingesetzt. Außerdem ist in der Diskussion, ob zukünftig auch die Angeltage „ohne Fang“ eingetragen werden müssen, wie das beim Anglerverband Niedersachsen der Fall ist.
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