Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA) gegründet 1918
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Die Laufzeit des Baggersee-Projektes lief am 30.05.2022 aus. Die NWA hatte sich an dem Gemeinschaftsprojekt des Leibnitz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und verschiedener anderer Institutionen und des Anglerverbands Niedersachsen e. V. (AVN) mit dem Linner See und Schleptruper See beteiligt. Wir haben darüber mehrfach berichtet (siehe Artikel unter -Ablage- auf dieser Internetseite). Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in Schneverdingen wurden die Ergebnisse des Projektes noch einmal allen Beteiligten, Behördenvertretern aus dem Bereichen Natur- und Wasserschutz, Naturschutzverbänden und anderen Institutionen vorgestellt. Diese kann man unter der Internetseite -www.Baggersee-Forschung.de- für tiefer gehende Informationen abrufen.

Zusammenfassend wird ausgeführt, dass die ökologische Aufwertung von Baggerseen mittels Flachwasserzonen und Totholz sehr vielversprechend für den Erhalt und die Förderung der aquatischen Biodiversität ist. Das stellte das Forscherteam auch im Linner See fest, nachdem dort die Flachwasserzone errichtet und über 100 Totholzbündel eingebracht wurden. Die Untersuchungen des Forschungsteams beschränkten sich im Übrigen nicht nur auf den eigentlichen Wasserkörper mittels Elektro- und Stellfischens und die Kartierung von Wasserpflanzen sowie Makrozoobenthos, sondern auch die Uferbepflanzung, das Vogel- und Amphibienvorkommen wurden kartiert und beurteilt.

Zusammenfassend wird auch festgestellt, dass gerade Angelvereine wichtige Partner bei der Nachnutzung von Baggerseen sind. Vielfach bringen sie wertvolle Ressourcen und Expertise für die Gewässer und dem Artenschutz mit ein. Angelvereine sollten deswegen auch schon im Rahmen des Planfeststellungsverfahren mit eingebunden werden. Auf keinen Fall sollten sie von der Nachnutzung von Baggerseen ausgeschlossen werden. Auch Baggerseen müssen nach der wirtschaftlichen Ausbeutung bewirtschaftet werden, um einen gewässertypischen Fischbestand zu erhalten. Dazu sind Angelvereine gesetzlich verpflichtet, und sie verfügen auch über die notwendige Fachkompetenz.

Eingeladen zu der zweitägigen Abschlussveranstaltung in Schevenigen waren auch die beteiligten Angelvereine. Für die NWA nahmen Harry Ferch und Michael Hammermeister teil. Forschungsleiter Prof. Dr. Robert Arlinghaus bedankte sich bei den Vereinen für ihr Engagement, sich mit ihren Gewässern und auch finanziellen Mitteln beteiligt zu habe. Insbesondere würdigte er die ehrenamtliche Arbeit vieler Vereinsmitglieder, ohne die es nicht gegangen sei. Für die NWA nahm Harry Ferch, unser Vorstandsmitglied für Natur und Gewässerschutz, diese kleine Auszeichnung entgegen (siehe Foto). Auch der NWA-Vorstand möchte sich in diesem Zusammenhang bei allen Vereinsmitgliedern noch einmal herzlich für ihre Mitarbeit bedanken, die teilweise unter widrigen Wetterverhältnissen stattfand, wenn man an das Einbringen der Totholzbündel bei Eis und Schnee zurückdenkt.
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