Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA) gegründet 1918
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Eine sichere Fluchtburg, ein sogenanntes Petri-Schutz-System wurde im Frühjahr in den Linner See eingebracht. Der 4x4x3 Meter große Käfig wurde von der Firma RIETMANN-GEWÄSSERÖKOLOGIE entwickelt und bietet Fischen Schutz vor Fressfeinden. Insbesondere im Winter, wenn große Schwärme Kormorane aus dem Norden in unseren Breiten einfallen, können sich die Fische in dem in etwa vier bis fünf Metern Tiefe platzierten Käfig zurückziehen und vor den gefräßigen Vögeln schützen. Auch dient die Konstruktion den Fischen als sicheres Laichhabitat im Frühjahr. Der Käfig enthält verschiedene Strukturelemente aus Holz. Das Netz ist ein übliches Vogelschutznetz aus Polyester und sehr widerstandsfähig. Über vier mit Luft zufüllende Behältnisse kann der Schutzkäfig jederzeit aufgetaucht, gewartet oder versetzt werden. Der Standort des Petri-Schutz-Systems wurde für die Angler mit einer Boje gekennzeichnet, um den Verlust von Angelgeräten zu vermeiden.

Das Petri-Schutz-System ist ein weiterer Pilotversuch der NWA, den Fischbestand auf natürliche Weise zu vermehren. Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, die auch gerade im Hinblick auf das „Baggerseeprojekt“ des Leibnitzinstitutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei gewonnen wurden, haben nämlich ergeben, dass die herkömmlichen Fischbesatzmaßnahmen nicht nachhaltig sind. Der Referent für Umwelt und Gewässerhege, Uwe Wageringel, der dieses Projekt angestoßen hat, wird die Maßnahme evaluieren.
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Der Käfig wurde mit dem Boot zum Standort transportiert.



Der Standort ist durch eine Boje gekennzeichnet.


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